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Institute und Behörden

Kontakt

(+49) 341 2434 525

DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH

Torgauer Straße 116
04347 Leipzig

Dipl.-Geogr. Sebastian Bohnet
sebastian.bohnet@dbfz.de

Ermittlung technischer Biomassepotenziale im Rahmen der technisch-ökonomischen Begleitforschung Bioenergie-Regionen

Seit 2009 fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sogenannte Bioenergie-Regionen, um Netzwerke aufzubauen, welche die regionale Entwicklung durch die energetische Biomassenutzung vorantreiben. In einer zweiten Förderperiode werden 21 Regionen bis Sommer 2015 gefördert, die sich jeweils eine Partnerregion zum direkten Wissensaustausch gesucht haben.

Das DBFZ führt eine technisch-ökonomische Begleitforschung zur Fördermaßnahme durch. Teil dieser Begleitforschung ist es, für alle Regionen technische Biomassepotenziale mit einer einheitlichen Methodik und den zuletzt verfügbaren Datengrundlagen zu bestimmen. Zur Anwendung kommen die aktuellen amtlichen Statistiken und Geobasisdaten. Der besondere Fokus liegt, im Vergleich zu bisherigen Studien, in der räumlichen Auflösung der Potenzialergebnisse mit Hilfe eines Geographischen Informationssystems (GIS). Die räumliche Differenzierung der Biomassepotenziale bietet eine Grundlage für die Bewertung zukünftiger Nutzungskonzepte in den Bioenergie-Regionen. Die Ergebnisse erlauben die Vergleichbarkeit der Bioenergie-Regionen und ermöglichen die Identifikation von Vorzugsgebieten. Zudem soll das so identifizierte technische Biomassepotenzial mit den tatsächlich in den Regionen vorhandenen Stoffströmen in ein Verhältnis gesetzt werden.

Weitere Infos unter: www.bioenergie-regionen.de

Kontakt

(+49) 341 2434 718

Dipl.-Geogr. André Brosowsk
andre.brosowski@dbfz.de

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    Weitere Infos im Tagungsband "DBFZ-Jahrestagung 2014":

    Bioenergie. Vielseitig, sicher, wirtschaftlich, sauber?!
    (PDF | 15 MB).

Räumliche Identifikation von Mindestmengen für eine energetische Nutzung von Biomasse

Mit Hilfe einer transparenten Datengrundlage hinsichtlich der Biomassepotenziale und einem klar definierten Zielanspruch bzgl. deren Nutzung, können die Chancen und Risiken verschiedener Technologiepfade zielführend bewertet werden.

In welchem Umfang ein ökologisch und ökonomisch tragfähiger Beitrag zum regenerativen Energiesystem geleistet werden kann, hängt neben der Höhe des Biomassepotenzials im wesentlichen Maße auch von der räumlichen Verteilung der Biomasse und den daraus resultierenden Bereitstellungskosten ab. Insbesondere für Technologiepfade mit einem hohen Biomassebedarf und dem Anspruch geringer Transportdistanzen reduzieren sich die in Frage kommenden Regionen erheblich. Das bedeutet, dass das maximal vorhandene Potenzial einer Biomasse in Deutschland nicht für alle Technologiepfade gleichermaßen erreichbar ist. Am Beispiel einer strohbasierten Bio-Ethanol Anlage mit einem Getreidestrohbedarf von 400.000 t FM/a (=435.000 t FM inkl. Bereitstellungsverluste) wird in der nachfolgenden Abbildung deutlich, in welchen Regionen diese Menge bei unterschiedlichen Transportdistanzen (50, 55, 60, 65 km) vorhanden ist.

Internationale Kooperationen und Ländersteckbriefe

In der internationalen Entwicklungsarbeit werden Erneuerbare Energien gezielt gefördert. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Bereitstellung nachhaltiger Bioenergie. In diesem Kontext sind regional-spezifische Informationen zu politischen Rahmenbedingungen, verfügbaren Biomassepotenzialen und -stoffströmen, technischen Umsetzungsmöglichkeiten sowie etwaigen Hemmnissen von großer Wichtigkeit für Entscheidungsträger und Investoren.

Im Auftrag der GIZ wird am DBFZ in verschiedenen Projekten kontinuierlich sowohl an der Übertragbarkeit von bestehenden Forschungs¬ergebnissen auf internationaler Ebene als auch an einem Wissensaufbau bezüglich der weltweiten Umsetzungs¬möglichkeiten biomassebasierter Energiebereitstellung gearbeitet. Neben konkreten Projekt¬ergebnissen entstehen aus den unterschiedlichen berücksichtigten Informationsebenen so beispielsweise GIS-unterstütze Ländersteckbriefe, welche wiederum an bestimmte Forschungsfragen angepasst werden können.

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