Springe zur Hauptnavigation Springe zu den wichtigen Themen Springe zum Inhalt

Termine

04.09.2017INSPIRE Konferenz 2017 - Kehl und Straßburg

Archiv

Die diesjährige INSPIRE Konferenz fand vom 04.-08.09.2017 in Kehl und Straßburg statt.

@ EU-Kommission

Unter dem Motto „INSPIRE a digital Europe: Thinking out of the box“ fand in diesem Jahr die europäischeINSPIRE Konferenz in Kehl (04.-05.09.2017) und Straßburg (06.-08.09.2017) statt.

INSPIRE steht für „Infrastructure for Spatial Information in Europe“ und ist eine Initiative für eine gemeinsame Geodateninfrastruktur in Europa. Der Focus  ist die Bewegung, die durch dieINSPIRE-Richtlinie angestoßen wird. Hier soll der aktuelle Stand der Entwicklung sowie die bisherigen Auswirkungen von INSPIRE verdeutlicht werden.

Die Konferenz gab einen Überblick über die 10 Jahre seit Beginn der Umsetzung von INSPIRE und dessen Vorteile für die Nutzer. Bis 2020 soll die Phase der vollständigen Implementierung sowie der Instandhaltung und Weiterentwicklung der europäischen Geodateninfrastruktur (GDI) abgeschlossen sein. Die Teilnehmer konnten in den ersten Tagen (04.-05.09.2017) in Kehl aus insgesamt 30 Workshops wählen, um INSPIRE-relevante Ideen, Erfahrungen und technische Implementierungen auszutauschen. In den folgenden drei Tagen (06.-08.09.2017) standen die Plenarsitzungen und thematischen Vorträge der Teilnehmer im Vordergrund. Zudem gab es parallele Firmenpräsentationen zu verschiedenen Schwerpunktthemen. Es gab Erfahrungsberichte zu unterschiedlichen Einsatzbereichen von INSPIRE und es wurden einige Projekte erläutert und diskutiert.

Eine weitere Möglichkeit sich zu informieren, Ideen zu sammeln oder auch Fragen zu klären, waren die Stände einiger Aussteller sowie eine Plakatausstellung zu verschiedenen Projekten. Organisiert wurde die Veranstaltung durch dasJoint Research Center (JRC), derEuropean Environment Agency (EEA) sowie durch die deutsche und französische öffentliche Verwaltung.

Die Schwerpunktthemen der Workshops in Kehl waren vor allem der praktischen Umsetzung von INSPIRE gewidmet.  Einige der Themen waren zum Beispiel die ArcGIS-Plattformlösungen für offene Datenprogramme; der Aufbau von INSPIRE-Workflows mit ETL-Werkzeugen (extrahieren, verwandeln, laden); die gemeinsame Implementierung von INSPIRE + Open Data + Copernicus Daten. In diesem letztgenannten, interessanten und interaktiven Workshop wurden die Themen INSPIRE, Open Data und Copernicus eingeführt. Den Teilnehmern wurde dann vorgeschlagen, über die aktuellen Umstände zu berichten. Sie wurden gefragt, welches Thema Sie am meisten interessiert und warum, und was die größten Bedürfnisse und Schwierigkeiten sind. Anschließend wurden Plakate von jeder Gruppe erstellt.

In den Eröffnungsplenarsitzungen (06.09.2017) stand hingegen die aktuelle Situation von INSPIRE aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Politik sowie der Anwender und Umsetzenden aus Forschung, öffentlichen Einrichtungen und Wirtschaft im Fokus.

Die Teilnehmer hatten die Auswahl aus ca. 230 parallellaufenden thematischen Fachvorträgen. Alle Vorträge wurden in sechs parallelen Vortragsblöcken organisiert mit Themen von Basis-INSPIRE (z.B. INSPIRE für Anfänger) bis komplexeren und technischen Themen (z.B. Technologien und Werkzeuge für INSPIRE und Geowissenschaften).

Wie das Motto der Konferenz unterstreicht „INSPIRE a digital Europe: Thinking out of the box“ war die zentrale Idee dieser thematischen Vorträge die Herausforderungen bei der Umsetzung zu bewältigen und von den Erfahrungen Dritter zu lernen. In diesem Sinne wurden Vortragsblöcke mit dem gleichen Namen wie das Konferenzmotto „Thinking out of the box“ organisiert.  Die Teilnehmer sollten hier neues Wissen mitnehmen oder effizientere Möglichkeiten zur Verbesserung der Umsetzung von INSPIRE kennenlernen.

Einige Projekte / Programme beschäftigten sich mit der Einbindung von Daten des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus der Europäischen Union. Dieses Thema wurde während der Konferenz mehrmals erwähnt, wie in den Vortragsblöcken „Technologien und Werkzeuge für Copernicus“. Die Ansprechpartner der Firmen, Universitäten und Forschungszentren erklärten wie INSPIRE die Verfügbarkeit von Geodaten für die Copernicus-Dienste verbessern kann. Zudem haben sie verschiedene Projekte präsentiert, als Beispiele dafür, wie die INSPIRE-Implementierung das Copernicus-Programm unterstützt und/oder begrenzt.

Die Frage die dabei entstand war: Wird INSPIRE den Einsatz von Copernicus-Diensten verbessern? Die Antwort auf diese Frage lautete: „ja, aber wir sind noch nicht soweit“.

Für den Start in die finale Implementierung von INSPIRE wurde demnach vor allem ein größeres Augenmerk auf den Austausch von Wissen und Best-Practice-Technologien gefordert. Nicht zuletzt sei es zudem besonders wichtig, Innovationen zu fördern und weiter daran zu arbeiten, den Mehrwert von INSPIRE zu kommunizieren.

Programm, Workshops, Plenarsitzungen und thematische Vorträge der diesjährigen INSPIRE Konferenz sind unterhttps://inspire.ec.europa.eu/conference2017/overview verfügbar.