Eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung und Etablierung einer umfassenden Bioökonomie ist die nachhaltige Verfügbarkeit biogener Ressourcen. Informationen zu verfügbaren Mengen und ihre Verortung sind von zentraler Bedeutung, um den größtmöglichen Beitrag von Biomasse zum Klimaschutz sowie zur Material- und Energieversorgung sicherzustellen und Nutzungskonkurrenzen frühzeitig aufzulösen. Vor diesem Hintergrund erarbeitet die Arbeitsgruppe "Ressourcen" am DBFZ national und international anwendbare und übertragbare Methoden zu folgenden Schwerpunkten:
Ein besonderes Anliegen der Arbeitsgruppe "Ressourcen" ist es, die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Über die Webseite datalab.dbfz.de können z.B. die folgenden Datenprodukte kostenfrei aufgerufen werden:
Der EU Biomassepotenzial-Atlas enthält aktuell Informationen zum theoretischen Biomassepotenzial von 13 Rest- und Abfallstoffen sowie Nebenprodukten. Die Darstellung erfolgt als interaktive Kartenanwendung, bei der Nutzer:innen nach Biomasse, regionaler Ebene (NUTS 0 bis NUTS 3) und Jahr (2010-2020) filtern können. Ergänzt wird die Kartendarstellung um Diagramme, die Zeitreihen der gewählten Biomasse und Vergleiche zwischen frei wählbaren Regionen veranschaulichen. Die Erweiterung des EU Biomassepotenzial-Atlas um weitere Biomassen, Schlüsselinformationen und Jahre ist angedacht.
Die DBFZ Dashboards zeigen das technische Biomassepotenzial von Getreidestroh, tierischen Exkrementen und Siedlungsabfällen auf Landkreisebene für Deutschland. Diese interaktive Kartenanwendung wird mit verschiedenen dynamischen Elementen ergänzt, die den Nutzer:innen die Relevanz der gewählten Biomassen weiter veranschaulichen. Hierzu zählen Zeitreihen (2015-2020), Minimal- und Maximal-Werte sowie ein Ranking von Regionen nach Höhe des technischen Biomassepotenzials. Die DBFZ-Dashboards werden durch laufende Projekte um weitere Biomassen, Schlüsselinformationen und Jahre erweitert.